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Raucher riskieren Blasenkrebs


Frauen und Männer gleichermaßen betroffen


Jeder zweite Blasenkrebs bei Frauen geht auf das Konto vom Rauchen. Damit erkranken Raucherinnen genauso oft wie ihre männlichen Pendants. Woran das liegt? Vermutlich an krebserregenden Stoffen im Glimmstängel.

Zigaretten im Wandel der Zeit

Zigaretten sind heute nicht mehr das, was sie vor einigen Jahren noch waren. Mittlerweile enthalten sie weniger Teer und Nikotin – dafür aber umso mehr Stoffe, die Krebs auslösen. Verursachte Rauchen früher 20 bis 30 Prozent der Blasenkrebserkrankungen bei Frauen, lassen sich aktuell 50 Prozent der Fälle auf das Qualmen zurück­führen.

Das ermittelten Forscher des US-amerikanischen Nationalen Krebsinstituts in einer Studie mit 450.000 Teilnehmern. Damit riskieren Raucherinnen genauso häufig Blasenkrebs wie rauchende Männer. Schuld daran tragen aber nicht nur die Inhaltsstoffe der Zigaretten, sondern auch das Rauchverhalten. Denn heutzutage qualmen viel mehr Frauen als früher.

Der Rauchstopp lohnt

Um der Gefahr von Blasenkrebs zu entgehen, empfiehlt es sich, das Rauchen langfristig aufzugeben. Wie sich nämlich zeigte, erkrankten diejenigen, die vor mindesten zehn Jahren das Qualmen aufgegeben hatten, deutlich seltener an Blasenkrebs als die aktiven Raucher.

Raucher, die vom Glimmstängel wegkommen möchten, wenden sich zunächst am besten an ihren Hausarzt. Dieser hilft Ihnen, die geeignete Therapie zu finden. Den Rauchstopp unterstützen zum einen Anti-Raucher-Medikamente. Zum anderen erleichtern Verhaltens­therapien den dauerhaften Ausstieg. Darin lernt der Raucher zweierlei: worauf seine Nikotinabhängigkeit gründet und wie er den Verlockungen von Zigaretten widersteht.


17.08.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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