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Kaffee ist gesund


Positive Wirkung auf Gehirn und Leber


Lange Zeit war Kaffee als Wasserräuber verteufelt. Doch schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass sich Kaffeegenuss auch positiv auf bestimmte Erkrankungen auswirkt. Das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) hat nun eine Broschüre veröffentlicht, die die neuesten Forschungsergebnisse zusammenfasst.

Kaffee ist populär

Kaffee gehört seit Jahrhunderten weltweit zu den beliebtesten Getränken und Genussmitteln. In den letzten zehn Jahren konnte mit vielen Gerüchten über die negativ Wirkung von Kaffee aufgeräumt werden: etwa dass Kaffee dem Körper zuviel Wasser entzieht. Nach Angaben des DGK ist Fachleuten schon lange bekannt, dass dies nicht stimmt. In der Öffentlichkeit hielten sich die Irrtümer aber hartnäckig. Kaffee kann genauso wie jedes andere Getränk in die Flüssigkeitsbilanz miteinbezogen werden, wenn er auch harntreibend wirkt. Auch neueste Studien belegen eine gesundheitsfördernde Wirkung von Kaffee.

Kaffee ist gut für Gehirn und Leber

Demnach beschleunigt das Heißgetränk die Reizverarbeitung im Gehirn und schützt vor Erkrankungen wie Altersdiabetes, Alzheimer und Leberzirrhose. Eine wichtige Rolle nimmt dabei das Koffein ein. Es steigert die Konzentrationsfähigkeit und senkt die Wahrscheinlichkeit für chronische Lebererkrankungen. Bei Personen mit einem hohen Kaffeekonsum ist sogar das Diabetesrisiko verringert. „Oxidativer Stress“ spielt bei der Entstehung von Diabetes eine zentrale Rolle. Dabei können freie Radikale, die den Köper schädigen, nicht mehr ausreichend abgefangen werden. Die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure wirkt gegen diese Radikale und halbiert so das Risiko für Diabetes. Wer diese Wirkung erzielen will, muss allerdings vier bis sechs Tassen Kaffee trinken. Drei bis fünf Tassen verringern das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Auch scheint regelmäßiger Kaffeekonsum den Ausbruch von Morbus Parkinson zu verzögern und die Überlebensdauer zu verlängern. Bei dieser Erkrankung sterben Nervenzellen im Gehirn ab, was zur Folge hat, dass die Betroffenen im Ruhezustand zittern und ihre Bewegungen verlangsamt sind.

Genuss ohne Reue

Ob sich Kaffee auch auf andere Erkrankungen positiv auswirkt, wird zur Zeit noch weiter erforscht. Eine mögliche Ausnahme stellt eine Schwangerschaft dar. Hier ist noch nicht abschließend geklärt, wie weit ein hoher Kaffeekonsum das Ungeborene beeinflusst. Bisher sind aber keine Schäden am Ungeborenen bewiesen worden. Gegen einen gemäßigten Kaffeekonsum ist deshalb nichts einzuwenden.
Insgesamt ist eine Senkung der Kaffeemengen als allgemeine Gesundheitsempfehlung also nicht mehr notwendig, solange man nicht vergisst, dass ein gesüßter Milchkaffee einige versteckte Kalorien enthält.


17.07.2009 | Von: Redaktion apotheken.de; Judith Kaiser


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